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title: "Betrieblichen Ausbildungsplan erstellen: Anleitung"
description: "Der betriebliche Ausbildungsplan überträgt den Ausbildungsrahmenplan auf deinen Betrieb. So erstellst du ihn in 4 Schritten, mit Beispiel-Tabelle."
url: https://einfach-aevo.de/blog/ausbildungsplan-erstellen
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role: anleitung
published: 2026-02-17
updated: 2026-07-22
site: "Einfach AEVO"
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# Betrieblichen Ausbildungsplan erstellen: Anleitung mit Beispiel

> Der betriebliche Ausbildungsplan überträgt den Ausbildungsrahmenplan auf deinen Betrieb. So erstellst du ihn in 4 Schritten, mit Beispiel-Tabelle.

Der betriebliche Ausbildungsplan überträgt den Ausbildungsrahmenplan der Ausbildungsordnung in 4 Schritten auf deinen Betrieb: Er legt fest, **wann, wo und wie** welche Ausbildungsinhalte vermittelt werden. Als Ausbilder bist du verpflichtet, ihn zu erstellen; er ist Anlage zum Ausbildungsvertrag (§ 11 BBiG). Diese Anleitung zeigt dir in 4 Schritten, wie du ihn aufbaust, mit einer Beispiel-Tabelle zum Nachbauen. In der AEVO-Prüfung gehört das Thema zu [Handlungsfeld 2](/handlungsfelder).

**Das Wichtigste in Kürze**

- Der Ausbildungsplan **überträgt den Ausbildungsrahmenplan auf deinen Betrieb**: wann, wo und wie welche Inhalte vermittelt werden.
- Er ist **Pflichtanlage zum Ausbildungsvertrag** (§ 11 BBiG); erstellen muss ihn der Ausbildungsbetrieb, nicht die Kammer.
- Grundlage ist die **Ausbildungsordnung** deines Berufs mit ihrem Ausbildungsrahmenplan.
- Er hat eine **sachliche** (welche Inhalte) und eine **zeitliche** Gliederung (wann im Ausbildungsverlauf).
- In der AEVO gehört das Erstellen zu **Handlungsfeld 2 (Ausbildung vorbereiten)**.

## Rahmenplan, Ausbildungsordnung, betrieblicher Plan: der Zusammenhang

Drei Dokumente hängen zusammen, und das verwechseln viele. Die **Ausbildungsordnung** ist die bundesweite Rechtsgrundlage für einen Beruf. In ihr steckt der **Ausbildungsrahmenplan**, der die zu vermittelnden Fertigkeiten und Kenntnisse sachlich und zeitlich grob vorgibt. Beides ist für alle Betriebe gleich.

Der **betriebliche Ausbildungsplan** ist die Übersetzung davon in deinen Betrieb: Welche Abteilung vermittelt welchen Inhalt, in welchem Ausbildungsjahr, an welchem Lernort. Das Erstellen ist Teil von [Handlungsfeld 2: Ausbildung vorbereiten](/handlungsfelder/ausbildung-vorbereiten).

## Sachliche und zeitliche Gliederung

Ein guter Ausbildungsplan beantwortet zwei Fragen:

- **Sachliche Gliederung:** Welche Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten werden vermittelt? Sie stammen aus dem Ausbildungsrahmenplan und werden auf konkrete betriebliche Aufgaben und Lernorte heruntergebrochen.
- **Zeitliche Gliederung:** Wann im Ausbildungsverlauf passiert das? Sie ordnet die Inhalte den Ausbildungsjahren und Abteilungen zu, sinnvollerweise abgestimmt mit dem Berufsschulunterricht.

## In 4 Schritten zum Ausbildungsplan

1. **1. Ausbildungsrahmenplan besorgen**: Lade den Ausbildungsrahmenplan aus der Ausbildungsordnung deines Berufs (kostenlos beim BIBB). Er ist deine verbindliche Inhaltsvorgabe.
2. **2. Inhalte auf Abteilungen und Lernorte verteilen**: Ordne jedem Rahmenplan-Punkt eine Abteilung oder einen Arbeitsplatz zu, an dem er praktisch vermittelt wird. Das ist die sachliche Gliederung.
3. **3. Zeitlich takten**: Verteile die Inhalte über die Ausbildungsjahre und lege Zeiträume fest. Berücksichtige den Berufsschul-Rahmenlehrplan, damit Betrieb und Schule zusammenpassen.
4. **4. Dokumentieren und dem Vertrag beilegen**: Halte den Plan schriftlich fest und lege ihn dem Ausbildungsvertrag bei (§ 11 BBiG). Er ist die Grundlage, an der sich auch das Berichtsheft orientiert.

## Beispiel: So kann ein Ausbildungsplan aussehen

Die folgende Tabelle zeigt einen Ausschnitt für das erste Ausbildungsjahr. Du kannst sie als Vorlage nehmen und mit den Inhalten deines Ausbildungsrahmenplans füllen.

| Zeitraum | Abteilung / Lernort | Inhalt / Lernziel | Nachweis |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. bis 3. Monat | Empfang / Einarbeitung | Betrieb, Aufbau und Sicherheitsvorschriften kennenlernen | Berichtsheft, Gespräch |
| 4. bis 8. Monat | Fachabteilung | Grundlegende berufstypische Arbeitsaufgaben selbstständig ausführen | Berichtsheft, Beurteilung |
| 9. bis 12. Monat | Fachabteilung / Berufsschule | Erste komplexere Aufgaben, Abstimmung mit dem Berufsschulstoff | Berichtsheft, Zwischengespräch |

## Wo du eine offizielle Vorlage bekommst

> **Hinweis:** Viele IHKs und Handwerkskammern stellen kostenlose Muster-Ausbildungspläne für einzelne Berufe bereit, oft direkt zum Ausfüllen. Frag bei deiner zuständigen Kammer nach oder nutze die Beispiel-Tabelle oben als Startpunkt. Wichtig: Eine Vorlage ist immer nur ein Gerüst, die Inhalte musst du aus dem Ausbildungsrahmenplan deines Berufs übernehmen.

## Was oft falsch verstanden wird

**"Ausbildungsrahmenplan und betrieblicher Ausbildungsplan sind dasselbe."** Nein. Der Ausbildungsrahmenplan ist bundesweit einheitlich und Teil der Ausbildungsordnung. Der betriebliche Ausbildungsplan überträgt ihn auf deinen konkreten Betrieb.

**"Den Plan macht die IHK."** Nein. Der **Ausbildungsbetrieb** erstellt den Plan, die Kammer berät und prüft nur. Verantwortlich bist du als Ausbilder.

**"Der Ausbildungsplan ist optional."** Nein. Er ist **Pflichtanlage zum Ausbildungsvertrag** (§ 11 BBiG). Ohne ihn ist die Ausbildung formal nicht sauber aufgesetzt.

## Wo begegnet dir das in der Prüfung?

Der Ausbildungsplan gehört zu Handlungsfeld 2 (Ausbildung vorbereiten). In der schriftlichen Prüfung tauchen dazu typischerweise Aufgaben auf, in denen du die **richtige Reihenfolge der Ausbildungsvorbereitung** bringst oder einen **individuellen bzw. verkürzten Ausbildungsplan** beurteilst (Themen laut IHK-Musteraufgabensatz). Auch die Frage, wo die Ausbildungsinhalte verbindlich festgelegt sind (Ausbildungsrahmenplan, nicht Rahmenstoffplan der Schule), wird gern geprüft.

## Häufige Fragen zum Ausbildungsplan

### Wer erstellt den betrieblichen Ausbildungsplan?

Der **Ausbildungsbetrieb** beziehungsweise der verantwortliche Ausbilder. Die Kammer stellt Vorlagen bereit und berät, erstellt den Plan aber nicht für dich.

### Was ist der Unterschied zwischen Ausbildungsrahmenplan und betrieblichem Ausbildungsplan?

Der **Ausbildungsrahmenplan** ist bundesweit einheitlich und Teil der Ausbildungsordnung. Der **betriebliche Ausbildungsplan** überträgt diese Vorgaben auf deinen Betrieb: welche Abteilung wann welchen Inhalt vermittelt.

### Ist der Ausbildungsplan Pflicht?

Ja. Er ist **Anlage zum Ausbildungsvertrag** (§ 11 BBiG) und damit verpflichtend.

### Was passiert, wenn ein Azubi die Abteilung wechselt oder verkürzt?

Dann passt du den Plan an. Bei einer Verkürzung entsteht ein **individueller Ausbildungsplan**, der die Inhalte auf die kürzere Zeit verdichtet.

**Weiterlesen**

- [Ausbildung vorbereiten (Handlungsfeld 2 der AEVO)](https://einfach-aevo.de/handlungsfelder/ausbildung-vorbereiten): Handlungsfeld 2 im Überblick: alles zur Vorbereitung der Ausbildung.
- [Betrieblicher Ausbildungsplan](https://einfach-aevo.de/lexikon/betrieblicher-ausbildungsplan): Der Begriff kompakt im Lexikon, mit Prüfungsbezug.
- [Ausbildungsrahmenplan](https://einfach-aevo.de/lexikon/ausbildungsrahmenplan): Die bundesweite Inhaltsvorgabe, aus der dein Plan abgeleitet wird.
- [Ausbildungsvertrag](https://einfach-aevo.de/lexikon/ausbildungsvertrag): Der Vertrag, dem der Ausbildungsplan als Anlage beiliegt.

**50 typische IHK-Prüfungsfragen.**

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Quelle: Einfach AEVO, https://einfach-aevo.de/blog/ausbildungsplan-erstellen
